Gleichzeitigkeit der Gefühle

Ich war heute froh, dass die Kinder wieder in der Betreuung waren.

Ich konnte in den Arbeitsmodus kommen.
Klar denken.
Dinge abschließen.

Und gleichzeitig freue ich mich genauso darauf, sie später wieder abzuholen.

Und ich kenne mich.
Zehn Minuten danach kommt vermutlich der nächste Gedanke:
Vielleicht hätte ich die Betreuungszeit doch etwas länger nutzen sollen.

Beides ist gleichzeitig wahr.

Die Freude über Raum für Arbeit.
Die Freude über Zeit mit den Kindern.

Viele Mütter versuchen, eine dieser Seiten innerlich auszublenden. Sie wollen sich eindeutig fühlen. Entschieden. Klar. Doch genau das erzeugt oft das Gegenteil. Innere Unruhe. Rechtfertigungsdruck. Und nicht selten Schuldgefühle.

Was dabei übersehen wird: Diese Gleichzeitigkeit ist nichts Ungewöhnliches. Sie ist Teil der Realität von Elternschaft und Verantwortung.

Gerade Mütter in Führung erleben dieses Spannungsfeld besonders intensiv. Zwischen beruflicher Rolle, mentaler Präsenz und emotionaler Verbundenheit. Zwischen Konzentration und Nähe. Zwischen Freiheit und Verantwortung.

Diese Ambivalenz ist kein Zeichen von Schwäche.
Sondern ein sehr menschlicher Zustand.

Gefühle schließen sich nicht gegenseitig aus. Sie existieren oft nebeneinander. Und dürfen das auch.

Kennst du diese Gleichzeitigkeit der Gefühle?

Wenn du diese innere Gleichzeitigkeit kennst und merkst, dass sie dich im Alltag oder in deiner Führungsrolle beschäftigt, lass uns sprechen.

Im Orientierungsgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation, deine Gedanken und darauf, was für dich stimmig sein kann.

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