Annika Röhrig Annika Röhrig

Transformationen entscheiden über Arbeitsplätze. Das Wie entscheidet über Menschen.

Eine Mail um 17:43 Uhr. Eine schlaflose Nacht. Am nächsten Morgen war klar: Für sie gibt es keine Stelle mehr.

Restrukturierungen sind oft wirtschaftlich notwendig. Doch die Art, wie Unternehmen mit Menschen in diesen Momenten umgehen, entscheidet über Vertrauen, Loyalität und die Zukunft der Betroffenen.

Was wäre möglich, wenn Restrukturierungen menschenzentrierter gestaltet würden?

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Was 354 Mütter über Führung wissen - und warum kaum jemand danach fragt

Der Maternal Strengths Report 2026 hat 354 Mütter gefragt, wie sich ihre Führungskompetenzen durch die Mutterschaft verändert haben. Zeitmanagement plus 123 Prozent. Priorisieren: 95 Prozent hochkompetent, vorher waren es 28. Keine einzige Kompetenz ist gesunken. Und trotzdem sitzen dieselben Frauen in Feedbackgesprächen und hören: erstmal eingewöhnen.

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Homeoffice war ihre Lösung. Jetzt heißt es “Back to Office”.

15:43 Uhr. Das Meeting läuft noch. In 17 Minuten schließt die Kita. Sie ist extra im Homeoffice. Um schnell da zu sein.

Sie hat sich das so eingerichtet, irgendwie. Flexibel. Beides hinbekommen, meistens.

Sie möchte eigentlich noch bleiben, den Faden zu Ende denken, aber sie ist schon halb weg. Zwei Welten, keine Pause dazwischen. Remote war ihre Lösung für Vereinbarkeit. Und genau das wird jetzt zurückgebaut.

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Elternzeit ist eine Lücke im Lebenslauf. Oder etwa nicht?

Viele Mütter hören den Rat, Elternzeit nicht im Lebenslauf zu erwähnen. Zu groß ist die Sorge, dass diese Zeit als Lücke bewertet wird. Dabei entstehen gerade in der Mutterschaft Kompetenzen, die heute in der Führung entscheidend sind. Priorisieren unter Druck, neu entscheiden, wenn der Plan kippt, und Verantwortung übernehmen, auch ohne klare Rahmenbedingungen. Elternzeit ist keine Unterbrechung. Sie ist Führung unter realen Bedingungen.

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Mutterschaft ist ein Führungsbootcamp

An meinem ersten Arbeitstag nach der Elternzeit fiel mir mein Autoschlüssel in einen Gulli. Direkt vor der Kita. Damals hielt ich das für einen chaotischen Start. Heute sehe ich darin den Beginn einer größeren Veränderung.

Ich kam zurück in meine Führungsrolle und funktionierte zunächst wie gewohnt. Gleichzeitig spürte ich, dass sich etwas verschoben hatte. Ich hinterfragte mehr, wollte nicht mehr alles mitmachen und suchte nach mehr Klarheit in meiner Führung. Und doch dachte ich immer wieder: Früher war das alles leichter.

Viele Mütter erleben nach der Elternzeit genau diesen Moment. Sie wollen klarer führen, mit mehr Haltung entscheiden und sich nicht mehr zwischen Job und Familie zerreißen. Gleichzeitig ist der neue Führungsstil noch nicht greifbar.

Genau in dieser Phase begleite ich Mütter in Führung. Gemeinsam entwickeln wir einen Führungsstil, der zur aktuellen Lebensrealität passt. Klar, souverän und ohne sich selbst zu verlieren.

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Matreszenz – warum sich nach dem Mutter werden so vieles anders anfühlt

Viele Frauen spüren nach dem Mutterwerden eine innere Veränderung, die sich nur schwer einordnen lässt.
Sie sind weiterhin kompetent, engagiert und leistungsfähig. Und erleben sich dennoch anders als zuvor.

Die Forschung beschreibt diesen Prozess als Matreszenz. Begleitet von neurobiologischen Anpassungen, die Wahrnehmung, Prioritäten und Belastungsempfinden beeinflussen können.

Diese Verschiebung ist kein individuelles Defizit.
Sondern eine nachvollziehbare Reaktion auf eine neue Lebensrealität.

Gerade im Berufsleben und in Führungsrollen entsteht daraus häufig Verunsicherung.

Nicht, weil Fähigkeiten fehlen. Sondern weil sich die innere Perspektive verändert hat.

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Gleichzeitigkeit der Gefühle

Viele Mütter erleben widersprüchliche Gefühle im Alltag. Erleichterung und Freude. Nähe und Freiheitswunsch. Der Artikel beleuchtet, warum diese Gleichzeitigkeit normal ist und nichts mit Unsicherheit zu tun hat.

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Wenn Führung sich nach der Elternzeit anders anfühlt

Viele Mütter erleben den Wiedereinstieg nach der Elternzeit nicht nur als Rückkehr in den Job, sondern als innere Umbruchphase. Elternzeit verändert Perspektiven, Werte und Prioritäten. Was früher selbstverständlich war, wirkt plötzlich nicht mehr ganz stimmig. Daraus entsteht bei vielen Frauen eine leise Zerrissenheit zwischen beruflicher Rolle und persönlicher Entwicklung.

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Annika Röhrig Annika Röhrig

Warum so viele wirksame Führungskräfte Mütter sind

Viele der besten Führungskräfte, mit denen ich gearbeitet habe, waren Mütter.
Was diese Mütter in Führung ausgezeichnet hat, war nicht Perfektion. Und auch nicht mehr Einsatz. Sondern Klarheit. Loyalität ihren Mitarbeiter*innen gegenüber. Empathie.
Ein feines Gespür für Zwischentöne im Team.

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