„Na toll, wieder ich“: Warum ständige Vertretungen ein Planungsproblem sind

„Na toll, jetzt muss ich schon wieder einspringen, als hätte ich nicht selbst genug zu tun.“

Ein Satz, der tagtäglich in Büros fällt. Von Kolleg:innen, von Führungskräften, von Menschen, die eigentlich Verständnis haben. Bis es sie selbst trifft.

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Ein Satz, den ich selbst gedacht habe

Ich verstehe diesen Satz bis zu einem gewissen Grad sogar. Ich habe ihn selbst gedacht, besonders in meinen Zwanzigern, als ich direkt nach dem Studium als Führungskraft angefangen habe und sieben von acht meiner Mitarbeitenden älter waren als ich.

‍Ich habe damals nicht daran gedacht, wo Kinder betreut werden, wenn sie krank sind. Nicht daran, dass in vielen Kitas das ganze System kippt, sobald zwei Erzieher:innen ausfallen. Dass Grundschulen teilweise um 12:45 Uhr schließen.

‍Mein Denkfehler war klar: Ich habe das organisatorische Problem bei der einzelnen Mutter gesehen. Tatsächlich lag es in der Planung und im System dahinter.

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Warum mehr Verständnis allein nicht reicht

‍Natürlich ist es auch für Kolleg:innen belastend, wenn sie wiederholt Aufgaben auffangen müssen. Aber genau deshalb kann die Lösung nicht sein, dass alle einfach mehr Verständnis haben.

Ein Team, das schon beim Ausfall einer einzigen Person ins Wanken gerät, war vorher zu knapp geplant. Mit oder ohne Kinder im Spiel.

Das ist eine Führungsfrage, keine Frage der individuellen Belastbarkeit einzelner Mitarbeitender.

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Gute Personalplanung schützt vor jedem Ausfall

‍Wer Vertretungen, Aufgabenverteilung und Puffer von Anfang an mitdenkt, baut ein Team, das nicht nur für Elternzeiten stabil ist. Er baut ein Team, das für jede Art von Ausfall funktioniert: Krankheit, Pflege eines Angehörigen, Sabbatical.

‍Diese Phase mit kleinen Kindern bedeutet nicht, dass Mütter weniger leisten. Es ist eine Lebensphase mit anderen Rahmenbedingungen, und sie geht vorbei.

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Veränderte Rahmenbedingungen treffen irgendwann jeden

Krankheit, Pflegeverantwortung, eine Auszeit, ein plötzlicher Ausfall. Veränderte Rahmenbedingungen treffen jeden Menschen irgendwann im Berufsleben. Es ist ein Geben und Nehmen, kein Sonderfall, den nur Mütter betrifft.

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Der Übergang, der eigentlich zählt

‍Genau an diesem Punkt, dem Übergang von der alten Rolle zur neuen, begleite ich Mütter in Führungspositionen. Nicht bei der Frage, wie sie sich rechtfertigen, sondern dabei, das Neue zu integrieren und ihre Karriere mit Kind weiter voranzutreiben.

‍Wenn du merkst, dass sich in dieser Phase etwas in dir verschoben hat und du diese neue Sensibilität als Stärke nutzen willst statt sie zu verstecken, ist ein Klarheitsgespräch ein guter erster Schritt.

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Du musst nicht alles allein herausfinden.



Die Frage an dich als Führungskraft

Was würde sich in deinem Team ändern, wenn ihr Vertretungen nicht als Ausnahmefall, sondern als festen Teil der Planung behandelt?

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Häufige Fragen zu Müttern in Führung und Personalplanung

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Warum wird die Kinderbetreuung im Job oft als individuelles Problem behandelt? Weil Ausfälle durch kranke Kinder oder kurzfristige Kita-Schließungen meist erst auffallen, wenn sie ein knapp geplantes Team belasten. Das eigentliche Problem liegt selten bei der einzelnen Mutter, sondern in fehlenden Puffern und fehlender Vertretungsregelung.

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Was bedeutet gute Personalplanung im Zusammenhang mit Elternzeit und Familienpflichten? Gute Personalplanung denkt Vertretungen, Aufgabenverteilung und Puffer von Anfang an mit, unabhängig davon, ob ein Ausfall durch Kinderbetreuung, Krankheit, Pflege eines Angehörigen oder ein Sabbatical entsteht. So bleibt ein Team stabil, egal welcher Ausfallgrund konkret vorliegt.

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Wie unterstützt Coaching Mütter in Führungspositionen beim beruflichen Wiedereinstieg? Coaching für Mütter in Führung setzt am Übergang zwischen alter und neuer Rolle an. Es hilft dabei, die innere Veränderung durch Mutterschaft als Führungsstärke zu erkennen und die eigene Karriere bewusst weiterzuentwickeln, statt sich für veränderte Rahmenbedingungen zu rechtfertigen.

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Wenn alle gleichzeitig etwas von dir wollen: Was Mütter in Führung täglich trainieren