Ich bin Mama und Führungskraft und plötzlich fühlt sich beides schwieriger an

Es gibt diesen einen Satz, der sich festsetzt.

Eingewöhnung geschafft, der Wiedereinstieg ist läuft und dann sagt jemand, gut gemeint, beiläufig: „Ach, du gibst deine Kleine schon in die Krippe? Der Franz könnte das ja nicht. Der braucht noch seine Mama.”

Nur ein Satz, aber er bleibt, tagelang.

Und dann, ein paar Wochen später, das nächste Meeting. Der Vorgesetzte sagt: „Fang doch erstmal mit kleineren Projekten an. Schauen wir wie es läuft.”

Vor der Elternzeit war sie sichtbar, hat Verantwortung übernommen und Entscheidungen getroffen. Sie war immer die die Dinge vorangetrieben hat.

Was hat sich denn verändert? Was ist jetzt falsch an ihr?

Das ist keine Einzelgeschichte. Das ist ein Muster, das ich in meiner Arbeit mit Müttern in Führung immer wieder erlebe.

Die doppelte Last: Außen und innen

Kaum ist man schwanger, hat gefühlt jeder eine Meinung. Über die Krippe, über Arbeitszeit, über die richtige Balance. Und die Meinungen kommen oft nett daher, im leichten Plauderton, fast beiläufig. Ach, er schläft noch nicht durch? “Ah ja, ich hab gemerkt du bist auch gestresst in letzter Zeit, vielleicht solltest du es wirklich mal ruhiger angehen lassen.”

Auf einmal zweifelst du an dir. Dabei wusstest du doch immer, wer du bist und wohin du willst.

Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist das Ergebnis einer Situation, in der Druck von zwei Seiten gleichzeitig kommt: von außen durch Kommentare, Degradierungen oder das stille Zurücksetzen im Team. Und von innen, weil du spürst, dass sich etwas in dir verändert hat, ohne schon genau sagen zu können, was.

Mutterschaft verändert und das ist keine Einschränkung

Hier ist, was ich in meiner Arbeit immer wieder beobachte: Mutterschaft lässt dich tiefer fühlen, klarer priorisieren und bewusster führen. Das sind keine netten Worte zur Aufmunterung. Das sind Führungskompetenzen, die in keinem klassischen Leadership-Training so konsequent trainiert werden wie im Alltag mit einem Kind.

Und das ist keine Behauptung, die ich einfach so aufstelle. Studien zu Future Skills in Leadership und zur Kompetenzentwicklung durch Mutterschaft zeigen, dass Frauen nach der Geburt eines Kindes in Bereichen wachsen, die in modernen Organisationen entscheidend sind: Priorisierung unter Druck, emotionale Regulation, Empathie, Kommunikation, Entscheidungsfähigkeit in komplexen Situationen. Dazu kommt meine eigene Erfahrung aus mehr als 13 Jahren als Führungskraft, davon viele Jahre mit großen, weiblich dominierten Teams. Ich habe gesehen, was Mütter in Führung mitbringen. Und ich habe gesehen, wie selten das gesehen wird.

Skills, die in Führung entscheidend sind. Und du trainierst sie tagtäglich.

Aber kaum jemand sieht das und du spürst es, aber du hast noch nicht die richten Worte gefunden.

Ich bin Mama. Und eine bessere Führungskraft als ich es vorher war.

Das klingt zunächst vielleicht groß. Aber es stimmt.

Ich will meinen Job zurück und zwar mit derselben Verantwortung und nicht trotz Mutterschaft, sondern mit dem, was Mutterschaft aus mir gemacht hat.

Das Problem ist nicht, dass das nicht wahr wäre. Das Problem ist, dass viele Mütter in Führungspositionen genau an diesem Punkt stehen und nicht wissen, wie sie diese innere Veränderung in ihren Führungsalltag übersetzen sollen. Wie sie das, was sie als Mutter täglich leisten, sichtbar machen. Wie sie aus dieser neuen Version ihrer selbst heraus souverän führen. Um denen, die sie klein halten wollen, die sie jetzt nicht mehr so sehen wie früher zu sagen: Ja stimmt, ich bin nicht mehr dieselbe Frau, aber ich bin Stärker, klarer und zielgerichteter als ich es je war.

Das Motherhood Leadership Net

Es ist ein Reflexionstool, das acht Führungsdimensionen betrachtet – angelehnt an aktuelle Studien zu Future Skills in Leadership, an Forschung zum Kompetenzgewinn durch Mutterschaft und an meine eigene langjährige Erfahrung als Führungskraft. Es macht sichtbar, welche dieser Kompetenzen du als Mutter im Alltag längst trainierst, nicht theoretisch, sondern anhand deiner eigenen konkreten Erfahrungen.

Das Besondere: Die Dimensionen werden gleichzeitig in zwei Kontexten betrachtet, im beruflichen Führungsalltag und in der Mutterschaft. Und meistens stellen Frauen in diesem Moment fest, dass sie in vielen Bereichen deutlich kompetenter sind, als sie gedacht hätten. Nicht weil man ihnen das sagt. Sondern weil sie es selbst sehen.

Ich habe das Tool bereits erfolgreich mit Müttern in Führung erprobt. Was dabei entsteht, ist oft ein echter Perspektivwechsel: weg von der Frage „Was ist falsch an mir?” hin zu „Was habe ich dazugewonnen, das ich noch nicht genutzt habe?”

Das Motherhood Leadership Net ist als eigenständiges Angebot buchbar – für Frauen, die genau diesen Schritt machen wollen, ohne direkt ein vollständiges Coaching-Programm zu starten. Gleichzeitig ist es fester Bestandteil meines 1:1-Coaching-Programms „Mütter führen anders”, in dem wir die gewonnene Klarheit über viele Wochen in einen stimmigen, wirksamen Führungsstil übersetzen.

2026: Es ist Zeit, das Narrativ zu ändern

Mutterschaft ist kein Karriereknick. Mutterschaft ist ein Führungsbootcamp.

Das ist keine Romantisierung, es ist eine nüchterne Betrachtung von dem, was Mütter täglich leisten und was das mit Führungskompetenz zu tun hat.

Wenn du gerade an dem Punkt stehst, an dem du merkst, dass sich etwas in dir verändert hat, und nicht weißt, wie du das in deinen Führungsalltag integrieren sollst: Welche Fähigkeit aus deiner Mutterschaft sollte beruflich viel sichtbarer sein?


Und wenn du spüren möchtest, was das Motherhood Leadership Net bei dir zeigt oder einfach erst einmal schauen magst, was für dich gerade sinnvoll wäre, buch dir hier ein kostenloses Klarheitsgespräch

Mehr über das Motherhood Leadership Net erfährst du hier.

Und über mein Programm “Mütter führen anders” hier.

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