Kündigen oder bleiben? Warum du diese Entscheidung nicht für dein ganzes Leben triffst
Berufliche Entscheidungen für Mütter
Sie saß seit Monaten in derselben Frage fest. Kündigen oder bleiben.
Es gab lange Pro und Contra Listen. Spalten, sauber sortiert, immer wieder überarbeitet. Aber keine Liste konnte die Angst auflösen, mit der falschen Entscheidung alles aufs Spiel zu setzen. Die Sicherheit. Das Gehalt. Das Gefühl, es geschafft zu haben.
Sie ist Führungskraft. Sie trifft jeden Tag Entscheidungen für andere, schnell, klar, mit Verantwortung. Und genau bei dieser einen Frage, ihrer eigenen, kam sie nicht weiter.
Irgendwann sagte ich zu ihr: Es ist eine Entscheidung für jetzt und nicht für dein ganzes Leben.
Ein paar Tage später schrieb sie mir. Genau dieser Satz hat mich entlastet.
Warum berufliche Entscheidungen so schwer wiegen
Ich glaube, viele berufliche Entscheidungen werden schwerer, weil wir sie behandeln, als müssten sie für immer gelten.
Kündigen fühlt sich an wie ein Urteil über die nächsten zehn Jahre. Bleiben fühlt sich an wie eine endgültige Festlegung. Dabei ist es meistens beides nicht. Es ist eine Entscheidung mit dem Wissen von heute, für die Situation von heute.
Gerade berufstätige Mütter kennen diesen Zustand gut. Die Lage hat sich verändert, durch die Mutterschaft, durch neue Prioritäten, durch eine Energie, die anders verteilt werden will als früher. Und während sich innerlich vieles neu sortiert, soll draußen eine Entscheidung stehen, die für alle Zeit trägt.
Das ist zu viel Last für eine einzelne Entscheidung.
Der stille Punkt, an dem sich etwas dreht
Du darfst eine Entscheidung für jetzt treffen. Und später neu sortieren.
Das nimmt der Entscheidung nichts von ihrer Bedeutung. Es nimmt ihr nur die Endgültigkeit, die sie nie wirklich hatte. Wer in fünf Jahren wieder anders steht, darf auch dann wieder neu entscheiden. Das war schon immer so, nur haben wir es selten so genannt.
Was das für deine eigene Situation bedeutet
Wenn du gerade selbst zwischen zwei Optionen feststeckst, beruflich oder in deiner Rolle als Führungskraft, lohnt sich die Frage, ob du wirklich nach der für immer richtigen Antwort suchst. Oder ob du eigentlich nur eine Antwort für die nächsten Monate brauchst.
Das ist ein Unterschied, der den Druck verändert, mit dem du an die Entscheidung herangehst.
Für Mütter, die zwischen zwei Optionen feststecken
Das hier ist für die Frauen, die seit Wochen oder Monaten um dieselbe Frage kreisen. Die spüren, dass sich etwas verändert hat, aber noch nicht greifen können, was genau. Die sich wünschen, wieder klar zu sehen, was sie jetzt wirklich brauchen, nicht für immer, nur für den nächsten Schritt.
Genau für solche Momente habe ich Karriereklarheit entwickelt. Einen Raum, in dem du nicht zur perfekten Entscheidung kommst, sondern zu der Entscheidung, die für dich jetzt stimmig ist.
Bevor wir an einem Tool arbeiten, höre ich erstmal ganz genau zu. Wir legen gemeinsam fest, wo du hinwillst, und erst dann wählen wir passend dazu, womit wir daran arbeiten. Das Tool ist nie der Ausgangspunkt. Der offene Raum ist es, einmal alles auf den Tisch zu legen, ohne dass schon eine Methode feststeht. Es fließen hier sowohl meine Coachingerfahrung als auch meine jahrelange HR Erfahrung in einem internationalen Konzern mit ein. Ich saß an allen Seiten den Tisches, ich war die die einstellte, die die nicht mehr weiter wusste nach dem Jobverlust und in der Elternzeit, als Bewerberin und jetzt als Coachin.
Welche Entscheidung schiebst du vor dir her, obwohl dich der Zustand dazwischen belastet?