Rückkehr nach der Elternzeit: Wenn der Job weg ist und das Selbstvertrauen gleich mit
Was Degradierung nach der Elternzeit mit Müttern in Führung macht und wie der Weg zurück aussieht.
“Ich will keine Blumen. Ich will meinen Job zurück. Mit derselben Verantwortung.”
Dieser Satz kommt nicht von einer Frau. Er kommt von vielen. Ich höre ihn in Coachings, in Trainings, in Gesprächen. Von Frauen die voller Motivation aus der Elternzeit zurückgekommen sind und dann gemerkt haben, dass ihre Stelle nicht mehr da ist. Oder
dass sie zwar einen Job haben, aber nicht mehr denselben.
Was wirklich passiert, wenn Mütter zurückkommen
Stellen die in der Elternzeit nachbesetzt wurden. Projekte die angeblich nicht in Teilzeit ausgeführt werden können. Führungsverantwortung die still und leise an jemand anderen übergegangen ist. Und dazu der gut gemeinte Hinweis: “Ist ja vielleicht auch besser so für
dich.”
Was das mit dem Selbstvertrauen von gestandenen Frauen macht, ist erschreckend. In einer Phase in der ohnehin vieles ungewohnt und neu ist. In der der eigene Körper sich noch verändert. In der man gleichzeitig Mutter, Führungskraft, Partnerin und sich selbst sein soll.
Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Muster.
Was ich erst als Mutter verstanden habe
Ich habe lange nicht wirklich verstanden, was Mütter in Führung täglich leisten. Erst als ich
selbst Mutter wurde, hat sich mein Blick verändert.
Ich habe in meiner eigenen zweiten Elternzeit erlebt, wie es sich anfühlt zurückzukommen und zu merken, dass die eigene Stelle nicht mehr da ist. Dieser Moment trifft, egal wie rational man die Situation einordnet, 14 Jahre hatte ich für das Unternehmen gearbeitet, gehörte immer zu den High Performern, wurde sogar noch befördert vor meiner Schwangerschaft. Es hat mich getroffen weil es nicht nur die Karriere betrifft. Er hat mein eigenes Bild über mich getroffen.
Plötzlich sah ich was ich vorher übersehen hatte. Wie viel diese Frauen mitbringen. Und wie selten das gesehen wird.
Mütter sind keine Risikofaktoren
Mütter in Führung priorisieren schneller, kommunizieren klarer und treffen Entscheidungen unter Druck oft besser als vorher. Die Mutterschaft ist kein Karriereknick. Sie ist ein intensives Führungstraining.
Das Problem ist nicht die Kompetenz dieser Frauen. Das Problem ist, dass sie selbst aufgehört haben, das zu glauben. Weil das System es ihnen zu oft gespiegelt hat.
Mütter sind keine Risikofaktoren. Sie sind häufig außergewöhnlich starke Führungspersönlichkeiten. Die Frage ist nicht ob sie führen können. Die Frage ist wie sie wieder anfangen, das selbst so zu sehen.
Wie ich daran arbeite
In meinem 1:1 Coaching-Programm “Mütter führen anders” arbeite ich genau an diesem Punkt. Nicht an Methoden oder Zeitmanagement. Sondern an der inneren Haltung.
Wir schauen gemeinsam was die Rückkehr nach der Elternzeit mit dem eigenen Selbstbild gemacht hat. Wir sortieren was sich verändert hat, in der Führungsrolle und in der Person dahinter. Und wir erarbeiten ein Fundament das trägt, ein Stil der authentisch ist. Der nicht von
der Stelle abhängt die jemand anderes vergeben hat.
Denn das Fundament darf nicht außen liegen. Es muss innen stehen.
Du bist zurückgekommen. Was jetzt?
Wenn du nach der Elternzeit merkst, dass deine Stelle weg ist, deine Rolle sich verschoben hat oder du dich selbst nicht mehr wiedererkennst, dann bist du nicht allein. Und du brauchst keine Blumen. Du brauchst jemanden der das benennt und dir zeigt wie es
weitergeht.
Buch dir ein kostenloses Klarheitsgespräch. Wir schauen gemeinsam wo du gerade stehst und was der nächste Schritt ist.